Wilhelmine Reichard

Geboren am 01.04.1788 in Braunschweig

Gestorben am 21.02.1848 in Döhlen bei Dresden

Die Tochter eines herzoglichen Mundschenks heiratet 1806 den Buchdrucker J. C. Gottfried Reichard, einen großen Verehrer der französischen Luftschiffer. Seine Begeisterung steckt sie an, und am 16. April 1811 steigt sie in Berlin als erste deutsche Frau mit einem Freiballon auf. Nach Dresden übergesiedelt, startet sie dort am 30. September 1811 ihre dritte Ballonfahrt: Sie erreicht zwar eine Rekordhöhe von etwa 7 800 Metern, aber der Ballon zerreißt. Sie kann jedoch mit schweren Verletzungen landen. Nach fünf Jahren Pause folgen weitere Fahrten, darunter ihr längster Flug: 223 Kilometer von Carnitz nach Hamburg. Mit dem Geld, das sich das Paar mit seinen Luftreisen verdient hat, gründen sie 1821 eine chemische Fabrik in Freital-Döhlen, in der Schwefelsäure hergestellt wird. 1835 reist das Ehepaar Reichard zum Oktoberfest mit dem Ballon nach München. Es ist der Abschluss ihrer aktiven Ballonfahrerzeit. Wilhelmine Reichard stirbt am 23. Februar 1848 an einem Schlaganfall.

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