Wilhelm Liebknecht

Abbildung der Persönlichkeit © Quelle: Wikipedia

Geboren am 28.03.1826 in Gießen

Gestorben am 06.08.1900 in Charlottenburg

Nach Philologie- und Theologiestudium in Gießen, Berlin und Marburg arbeitet Liebknecht als Lehrer und Journalist. Als die Revolution in Baden scheitert, flieht er 1849 in die Schweiz, wo er dem Genfer Arbeiterverein beitritt und die persönliche Bekanntschaft Friedrich Engels macht. Ab 1850 im Londonder Exil, pflegt er engen Kontakt mit Marx und Engels. Zurück in Deutschland, lässt er sich 1864 in Leipzig nieder und gründet mit Bebel die Sächsische Volkspartei, als deren Abgeordnete sie in den Norddeutschen Reichstag einziehen. 1869 gründen die beiden die Sozialdemokratische Arbeiterpartei Deutschlands (SDAP) in Eisenach und Liebknecht leitet das Parteiorgan »Der Volksstaat«. Wegen seiner Haltung zum Krieg gegen Frankreich (Hochverrat) zu zwei Jahren Festungshaft verurteilt, sorgt er nach seiner Wahl in den Deutschen Reichstag (1874) für den Zusammenschluss von SDAP und ADAV zur Sozialistischen Arbeiterpartei Deutschlands (SAP). Er wird Redakteur und 1891 Chefredakteur des neu gegründeten Parteiorgans »Vorwärts«. Auf dem Erfurter Parteitag der SPD begründet er ein von marxistischen Grundsätzen geprägtes Parteiprogramm. Als er 1900 in Berlin stirbt, geben ihm mehr als 150.000 Menschen das letzte Geleit.

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