Thomas Theodor Heine

Geboren am 27.02.1867 in Leipzig

Gestorben am 26.01.1948 in Stockholm

Mit 16 Jahren wird der jüdische Fabrikantensohn aus Leipzig Schüler der Düsseldorfer Kunstakademie. 1889 zieht Heine nach München, wo symbolistische Figurenkompositionen wie »Vor Sonnenaufgang« und »Blume des Bösen« entstehen. Er zeichnet Illustrationen und Gebrauchsgrafik für die Zeitschriften »Fliegende Blätter« und »Jugend«, stellt Buchschmuck für die Zeitschrift PAN her und arbeitet für den Insel-Verlag. Als 1896 die Wochenzeitschrift Simplicissimus gegründet wird, ist Heine mit seinen sozial-satirischen Zeichnungen und politischen Karikaturen, die den Offiziers- und Beamtenstand sowie Missstände im Strafvollzug und in der modernen Gesellschaft überhaupt anprangern, dabei. 1898 verbüßt er wegen Majestätsbeleidigung eine sechsmonatige Haftstrafe auf der Festung Königstein. Ab 1900 schafft er auch wirkungsvolle Plakate wie »Bulldogge mit abgerissener Kette«, das Symbol des Simplicissimus. Mit Beginn des NS-Regimes wird der Simplicissimus eingestellt, Heine flieht 1933 über Prag nach Oslo und 1942 vor den deutschen Besatzungstruppen weiter nach Stockholm, wo er die letzten Jahre seines Lebens verbringt und seine Autobiographie »Ich warte auf ein Wunder« schreibt.

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