Thomas Müntzer

Abbildung der Persönlichkeit © Quelle: Wikipedia

Geboren am 28.10.1489 in Stolberg

Gestorben am 31.03.1525 in Mühlhausen

Um 1490 im Harz geboren und in Quedlinburg aufgewachsen, wird Müntzer 1516 nach einem Studium in Leipzig und Frankfurt/Oder Magister der Theologie. Er arbeitet zunächst als Lehrer, dann als Propst des Nonnenklosters Frose bei Aschersleben. 1519 lernt er während der Leipziger Disputation Luther kennen und kann auf dessen Empfehlung 1520 die Pfarrstelle in Zwickau übernehmen. Dort schließt sich Müntzer den »Zwickauer Profeten« an, was zu seiner Flucht nach Böhmen führt. Sein Prager Manifest von 1521 enthält erstmals die Grundlagen seiner Theologie. 1523/24 ist er Pfarrer in Allstedt und verfasst die »Deutsch Evangelische Messe« und das »Deutsch Kirchenamt«. Beide werden zum Vorbild für die Liturgie - auch für Luther. Mit dem Ziel, das Reich Gottes auf Erden zu verwirklichen, gründet er den »Bund getreulichen und göttlichen Willens«. Von nun an warnt Luther die »Fürsten zu Sachsen« vor Müntzers aufrührerischem Geist. Er flieht nach Mühlhausen, weiter nach Nürnberg und kehrt 1525 nach Mühlhausen zurück. Er setzt sich für eine christliche Demokratie ein und ruft die Bauern dazu auf, sich dem Aufstand anzuschließen. An der Spitze eines Bauernheeres wird Müntzer im Mai 1525 verhaftet und nach schweren Folterungen in der Nähe von Mühlhausen hingerichtet.

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