Sigmund Jähn

Abbildung der Persönlichkeit © Deutsche Raumfahrtausstellung

Geboren am 13.02.1937 in Morgenröthe-Rautenkranz / Vogtland

Gestorben am 21. September 2019 in Strausberg

Nach einer Lehre zum Buchdrucker in Klingenthal/ Vogtland kam Sigmund Jähn 1955 zum Militärdienst bei den Luftstreitkräften der DDR. Dank seiner Ausbildung in der Militärakademie und seinen guten Russischkenntnissen wurde Jähn 1976 im Rahmen des Interkosmos-Programms zur Kosmonautenausbildung ins sowjetischen »Sternenstädtchen« bei Moskau geschickt.

Seinen ersten und einzigen Weltraumflug absolvierte Sigmund Jähn gemeinsam mit dem Russen Waleri Fjodorowitsch Bykowski am 26. August 1978. In der sowjetischen Sojus 31 flogen die beiden Kosmonauten zur Raumstation Saljut 6. Während der 125 Erdumkreisungen führten sie zahlreiche Experimente durch. Insgesamt war Jähn 7 Tage, 20 Stunden und 49 Minuten im Weltraum.

Sigmund Jähn war mit diesem Flug der erste Deutsche, der ins Weltall reiste.

Nach seiner Rückkehr promovierte er 1983 am Zentralinstitut für Physik der Erde in Potsdam auf dem Gebiet der Fernerkundung der Erde. Seit 1990 ist er im russischen Kosmonautenausbildungszentrum als freier Berater für das Astronautenzentrum des »Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt« (DLR) und seit 1993 auch für die »European Space Agency« (ESA) tätig.

Dr. Sigmund Jähn erhielt nach seiner Rückkehr aus dem Weltall zahlreiche Auszeichnungen. In seinem Geburtsort Morgenröthe-Rautenkranz wurde eine Ausstellung über den Weltraumflug eingerichtet.

zurück zum Seitenanfang