Robert Blum

Abbildung der Persönlichkeit ©  Wikipedia

Geboren am 09.11.1807 in Köln

Gestorben am 08.11.1848 in Brigittenau / Wien

Obwohl ungewöhnlich begabt, muss Robert Blum mit 13 Jahren das Jesuiten-Gymnasium verlassen, um sich seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Seinen Bildungshunger stillt er nebenbei als Gasthörer der Universität Köln. Gleichzeitig arbeitet er für den Schauspieldirektor F. S. Ringelhardt, der ihn 1832 nach Leipzig mitnimmt. Dort arbeitet er als Theatersekretär, Bibliothekar und Kassenassistent und gibt das »Allgemeine Theaterlexikon« (7 Bände 1839-42) heraus, um den benachteiligten Schichten Bildung zu vermitteln. Seit 1839 einer der führenden liberalen Oppositionellen in Sachsen, sorgt er für deren organisatorischen Zusammenhalt und wird 1848 Vizepräsident des Frankfurter Vorparlaments. Er ist Mitglied des Verfassungsausschusses in der Nationalversammlung. In seinem Jahr- und Volkstaschenbuch prangert er mit der Serie »Opfer des geheimen Gerichtsverfahrens, zusammengestellt vom Herausgeber« deutsche Justizverbrechen an. 1846 wird er zum Leipziger Stadtverordneten gewählt. 1848 beteiligt sich der begnadete Redner und Politiker am Widerstand gegen Windischgrätz: Er wird in Wien verhaftet und trotz bestehender Immunität standrechtlich erschossen. Daraufhin fegt ein Sturm der Empörung durchs Volk und es singt: »O du verrat'nes Deutschland dein größtes Heiligtum, erschossen ist dein Robert, dein treuer Robert Blum«.

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