Paul Fleming

Abbildung der Persönlichkeit © Quelle: Wikipedia

Geboren am 30.08.1609 in Hartenstein

Gestorben am 04.03.1640 in Hamburg

Der Sohn eines lutheranischen Pfarrers und Thomasschüler studiert Medizin in Leipzig, treibt nebenher jedoch philosophische und literarische Studien. Er beginnt zu dichten - zunächst lateinische Gedichte im Stile Petrarcas, danach in deutscher Sprache. Schon 1631 wird Fleming zum »Kaiserlichen Poeten« gekrönt - er überzeugt durch Eigenständigkeit. Der Opitz-Schüler gilt noch heute als der persönlichste unter den Barocklyrikern. Seine Gedichte, in denen er persönliches Fühlen und Empfinden frei äußert - ohne die korrekte Form zu verletzen -, sind lebensnah und von großer poetischer Kraft. Sie umfassen geistliche Gesänge (Klagegedichte über Leiden und Tod Jesu, 1632), Sonette, Liebes-, Trink- und Vaterlandslieder wie auch Gelegenheitsgedichte (Teutsche Poemata, 1642). Als Hofjunker und Truchsess des Herzogs von Holstein-Gottorp macht Fleming Reisen nach Moskau und Isfahan mit. Nach kurzen Niederlassungen als Arzt in Leiden und Hamburg stirbt er dort an einer Lungenentzündung.

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