Nikolaus Graf von Zinzendorf

Abbildung der Persönlichkeit © Quelle: Wikipedia

Geboren am 13.05.1700 in Dresden

Gestorben am 09.05.1760 in Herrnhut

Der Sohn eines kursächsischen Staatsministers wächst auf Schloss Großhennersdorf bei seiner Großmutter, der gebildeten Kirchenlieddichterin Henriette Katharina von Gersdorf, auf. Seine schulische Ausbildung erhält er am Pädagogium in Halle. Nach einem Jurastudium wird er Hofrat im Dienste Friedrich August I. 1722 erlaubt von Zinzendorf den in ihrer Heimat verfolgten Böhmischen Brüdern, sich auf seinem Gut in Berthelsdorf anzusiedeln. Dort wird am 13. August 1728 die Herrnhuter Brüdergemeine gegründet. Die Handwerkerkolonie gründet Herrnhut (»unter des Herren Hut«) und aus der Siedlung entwickelt sich ein auf christlichen Grundgedanken basierendes Gemeinwesen, dessen missionarische Ausrichtung von Zinzendorf durch einen weltweiten Zeugendienst, durch Gemeindeordnungen und Tochtergründungen (England, Pennsyvania, Dänemark) organisiert. 1737 zum Bischof der Brüdergemeine geweiht, erlangt er erst 1748 mit der Annahme des Augsburger Bekenntnisses volle Anerkennung seitens der lutherischen Orthodoxie. Seine pietistisch-schwärmerische, teilweise auch ekstatische Lieddichtung, seine Tagessprüche (»Losungen«), Reden und Schriften wirken auf den Methodismus und Theologen bis hin zu Karl Barth.

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