Matthäus Daniel Pöppelmann

Geboren am 10.04.1662 in Herford

Gestorben am 11.01.1736 in Dresden

Der in Westfalen geborene Baumeister kommt 1686 in kursächsischen Dienst und soll zunächst den Wiederaufbau der 1685 von einem Brand zerstörten Neustadt leiten. 1705 zum Landbaumeister ernannt, schickt ihn August der Starke auf Studienreisen nach Salzburg, Wien, Prag, Rom und Paris. Seine gewaltigen Schlossbaupläne für Dresden und Warschau werden allerdings nicht ausgeführt. Verwirklicht wird nur der als »Zwinger« bezeichnete Teil (1711-28). 1718 zum Oberlandbaumeister befördert, liefert Pöppelmann die Pläne für die Augustusbrücke, errichtet Kirchen (Weinbergkiche in Pillnitz, Dreikönigskirche in Dresden-Neustadt) und Paläste (Taschenbergpalais, japanisches Palais), baut in Pillnitz das Wasser- und Bergpalais im Stil der Chinamode (ab 1707) und entwirft die Gartenanlagen. Schloss Moritzburg kann er 1723 noch beginnen, aber nicht mehr vollenden. Seine letzte Ruhestätte findet der Großmeister des Rokoko in der Matthäuskirche in Dresden-Friedrichstadt.

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