Maria Reiche

Geboren am 14.05.1903 in Dresden

Gestorben am 08.06.1998 in Lima

Die studierte Mathematikerin, Physikerin und Geografin reist 29-jährig nach Peru, um die Kinder des deutschen Konsuls zu unterrichten. Später arbeitet sie im Nationalmuseum in Lima und lernt Paul Kosok kennen, der ihr 1941 Erdzeichnungen in der Wüstenebene zwischen Nazca und Pampa im Süden Perus zeigt. Deren riesige Ausmaße sind nur aus der Höhe vollständig zu erkennen und ziehen sie derart in den Bann, dass sie die nächsten 15 Jahre mit ihrer Erforschung zubringt. Sie zeichnet, vermisst und katalogisiert. Eine Erklärung für die Vielzahl von Linien und Bildern, die auf keinerlei Himmelskörper ausgerichtet sind, findet sie aber nicht. Ihrem Engagement ist es zu verdanken, dass diese einzigartigen Kunstwerke noch erhalten sind. Sie verhindert, dass die Pampa 1955 als Baumwollplantage kultiviert wird. Die Nazcazeichnungen sind aber auch als Touristenattraktion gefährdet. So bezahlt sie aus dem Erlös ihres Buches »Mystery on the desert« Wächter, die an den Grenzen der Pampa patroullieren und lässt einen Aussichtsturm errichten. Als sie mit 95 Jahren stirbt, hat sie mehrere Ehrendoktorwürden, Auszeichnungen und Orden erhalten.

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