Luise Otto-Peters

Abbildung der Persönlichkeit © SLUB Dresden/Deutsche Fotothek

Geboren am 25.03.1819 in Meißen

Gestorben am 12.03.1895 in Leipzig

Die Tochter aus liberalem Hause genießt eine hervorragende Ausbildung und ist, als sie mit 16 Jahren Waise wird, finanziell unabhängig. Sie unternimmt Bildungsreisen und veröffentlicht ab 1843 Romane und journalistische Beiträge. Von den zahlreichen in der Revolutionszeit 1848/49 veröffentlichten Artikeln wird »Adresse eines Mädchens« berühmt, weil sie von der sächsischen Regierung fordert, bei der Organisation der Arbeit die Frauen nicht zu vergessen. 1849 gründet Otto die »Frauen-Zeitung«, die in Sachsen Ende 1850 verboten wird und dann doch bis Mitte 1853 in Gera erscheint. 1858 heiratet sie den Schriftsteller und Revolutionär August Peters und sie geben gemeinsam die »Mitteldeutsche Volks-Zeitung« heraus. 1865 wird sie Vorsitzende des ersten Frauenbildungsvereins und des Allgemeinen deutschen Frauenvereins. Sie stellt soziale und demokratische Forderungen, u.a. »Das Recht der Frauen auf Erwerb« (1866). Mit Auguste Schmidt gibt die »Mutter der deutschen Frauenbewegung« bis zu ihrem Tod in Leipzig die Zweiwochenzeitschrift des Allgemeinen deutschen Frauenvereins »Neue Bahnen« heraus.

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