Kurfürst Moritz von Sachsen

Abbildung der Persönlichkeit © Quelle: Wikipedia

Geboren am 21.03.1521 in Freiberg

Gestorben am 11.07.1553 in Sievershausen

Der Sohn Heinrichs des Frommen entstammt der albertinischen Linie des Wettinischen Hauses, das zu dieser Zeit die Gebiete des heutigen Thüringen und Sachsen beherrscht. Moritz hat jedoch keinerlei Aussicht auf die sächsische Kurfürstenwürde. 1541 übernimmt er die Regierungsgeschäfte von seinem Vater und gerät als Herzog in den Konflikt zwischen dem protestantischen Schmalkaldischen Bund und dem katholischen Kaiser. Er schlägt sich aus machtpolitischem Kalkül auf die Seite Kaisers Karls V. und kämpft im Schmalkaldischen Krieg gegen seinen Vetter, den sächsischen Kurfürsten Johann Friedrich. Nach der Niederlage Johann Friedrichs wird er am 4. Juni 1547 im Feldlager vor Wittenberg zum neuen Kurfürsten ausgerufen. Es gelingt ihm mittels einer Fürstenverschwörung, den übermächtigen Kaiser im Passauer Vertrag zu religionspolitischen Zugeständnissen zu zwingen. Aus eingezogenen Klostergütern macht er Fürstenschulen und sorgt so für die Verbreitung reformatorischen Gedankenguts. Schloss Moritzburg bei Dresden lässt er sich als Jagdschloss erbauen.

zurück zum Seitenanfang