Johann von Sachsen

Abbildung der Persönlichkeit © Quelle: Wikipedia

Geboren am 11.12.1801 in Dresden

Gestorben am 28.10.1873 in Pillnitz

Der Fürst aus dem Hause Wettin heiratet 1822 in Dresden Amalie Auguste (1801-1877), Prinzessin von Bayern, mit der er drei Söhne und sechs Töchter hat. Der dem Ideal universaler Bildung verbundene Johann wird nach dem Tod seines ältesten Bruders 1854 König von Sachsen. Er befolgt eine von konservativem Rechts- und Ordnungsdenken geprägte Politik und gerät in eine tragische Position, als er von Otto von Bismarck beiseite gedrängt wird: Der sächsiche König und der preußische Ministerpräsident haben unterschiedliche Vorstellungen von einem deutschen Bundesstaat - Johann will auf jeden Fall den Ausschluss Österreichs vermeiden. Er verfolgt die »Trias-Politik«, deren Ziel ein »Drittes Deutschland« der Mittelstaaten neben Preußen und Österreich ist. Nach dem preußischen Sieg im Preußisch-Österreichischen Krieg von 1866, in dem die sächsischen Truppen auf der Seite Österreichs kämpfen, tritt Sachsen dem Norddeutschen Bund bei. Liberal waren seine Vorstöße in der Sozial- und Bildungspolitik; er selbst stach aus den Reihen der Fürsten durch seine Bildung hervor. Die Nachwelt kennt Johann als Bewunderer und Übersetzer von Dante Alighieris »Divina Commedia« (Göttliche Komödie), die er unter dem Pseudonym »Philalethes«, der Freund der Wahrheit, 1833 bis 1848 veröffentlicht.

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