Johann Gottlieb Fichte

Abbildung der Persönlichkeit © Quelle: Wikipedia

Geboren am 18.05.1762 in Rammenau

Gestorben am 28.01.1814 in Berlin

Gefördert vom Gutsherrn von Militz, kann der ärmlich aufgewachsene Fichte dennoch ab 1780 Theologie in Jena studieren. Da er 1784 ohne Examen abbricht, muss er sein Brot in den folgenden Jahren als Hauslehrer verdienen, ab 1788 in Zürich. Zurückgekehrt nach Leipzig, studiert er die Schriften Kants und versucht, Kant in Königsberg zu treffen (1791). Er verfasst den »Versuch einer Kritik aller Offenbarung«, um sich vor Kant als Philosoph zu rechtfertigen. Als diese Schrift 1792 versehentlich ohne Verfasserangabe und Vorwort erscheint, wird sie für die Religionsphilosophie Kants gehalten. Durch die Schrift berühmt geworden, erhält er 1793 den Ruf an die Universität Jena. Seine bekanntesten Schriften, u.a. »Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre« (1794) entstehen. Für Empörung in der Öffentlichkeit sorgt sein Aufsatz »Über den Grund unseres Glaubens an eine sittliche Weltregierung«. Der sogenannte Atheismusstreit entbrennt und Fichte muss seinen Hut nehmen. Er zieht nach Berlin, wo er nur noch private Vorlesungen hält. Als Napoleon 1806 Berlin besetzt, flieht Fichte zuerst nach Königsberg, später nach Kopenhagen. Zurück in Berlin lehrt er ab 1810 als Professor an der neugegründeten Universität.

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