Gustav Hertz

Abbildung der Persönlichkeit © unbekannter Fotograf

Geboren am 21.07.1887 in Hamburg

Gestorben am 30.10.1975 in Berlin

Der Neffe von Heinrich Rudolf Hertz, Namensgeber für die physikalische Einheit »Hertz«, wird 1925 Professor für Experimentalphysik an der Universität Halle. Seine seit 1911 zusammen mit James Franck durchgeführten Versuche zur diskontinuierlichen Anregung von Quecksilberatomen (Franck-Hertz-Versuch) erweisen sich als Bestätigung der Bohrschen Vorstellung von diskreten Energieniveaus in der Atomhülle. Sie gelten als erster Beweis der Quantentheorie des deutschen Physikers Max Planck. Für diese Leistung erhält Hertz 1925 zusammen mit Franck den Nobelpreis. Nach Stationen an der Technischen Hochschule Berlin (1928-1935) und als Direktor im Siemens-Forschungslaboratorium (1935-45) widmet er sich in Suchumi (ehemalige UdSSR) erneut einem Trennverfahren für gasförmige Isotopengemische - ein Verfahren, das im Zusammenhang mit der für den Bau von Atombomben wichtigen Trennung der Uranisotope ungeheuer wichtig ist. 1954 kommt der Stalinpreis-Träger als Professor nach Leipzig, wo er bis 1961 unterrichtet.

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