Gret Palucca

Abbildung der Persönlichkeit © Konrad Hirsch

Geboren am 08.01.1902 in München

Gestorben am 22.03.1993 in Dresden

Ihre Kindheit verbringt die »Trotzige Tänzerin« in München, Kalifornien und Dresden. Ihre Ballettausbildung erhält sie von dem Solotänzer Heinrich Kröller. Als sie 1919 den ersten Tanzabend von Mary Wigman in Dresden erlebt, will sie ihre Schülerin werden. Bereits 1923 ist sie Mitglied der ersten Wigman-Tanzgruppe. Nach zahlreichen Tourneen gründet »die Palucca« 1925 in Dresden ihre eigene Tanzschule, Zweigstellen in Berlin (1928) und Stuttgart (1931) folgen. 1936 nimmt sie am Eröffnungsabend der Olympischen Spiele in Berlin teil, erhält aber 1939-1944 Auftrittsverbot. Beim Bombenangriff auf Dresden verliert sie alles, dennoch eröffnet sie am 1. Juli 1945 die Palucca-Schule neu. Sie nimmt ihre Tanztätigkeit wieder auf und geht in allen vier Besatzungszonen Deutschlands auf Gastspielreisen. Am 1. April 1949 verstaatlicht, wird ihre Schule zur führenden Ausbildungstätte für künstlerischen Tanz in der DDR. 1950 gibt sie ihren letzten Soloauftritt und wirkt als Lehrerin an der Akademie der Künste in Berlin. Als sie vielfach ausgezeichnet ein Jahr nach Aufgabe ihrer Lehrtätigkeit stirbt, wird sie auf Hiddensee beigesetzt. Gret Palucca prägte Sätze wie »Meine Tänze haben keinen anderen Inhalt und Sinn als eben den Tanz, die natürliche Bewegung, gestaltet im Gleichklang mit der Musik« oder »Auch mit dem Kopf tanzen und manchmal mit den Beinen denken«.

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