Gotthold Ephraim Lessing

Abbildung der Persönlichkeit © Quelle: Wikipedia

Geboren am 15.01.1729 in Kamenz

Gestorben am 14.02.1781 in Braunschweig

Der Sohn eines protestantischen Pfarrers wird aufgrund seiner hervorragenden Leistungen im Alter von 15 Jahren vorzeitig von der Fürstenschule St. Afra in Meißen entlassen. Lessing studiert Theologie und Philosophie, später auch Medizin in Leipzig. 1748 bis 1767 arbeitet er als freier Schriftsteller in Berlin. Eine vielseitige Produktion theologischer, philosophischer, ästhetischer, polemischer und dramatischer Schriften beginnt. Das erste bürgerliche Trauerspiel in deutscher Sprache, seine »Miss Sara Sampson« (1755) bringt ihm großen Erfolg. Daneben schreibt er weiterhin Gedichte, Fabeln und Erzählungen und kann 1753 eine sechsbändige Ausgabe seiner Werke herausgeben. In seinen »Briefen die Neueste Litteratur betreffend«, die er zusammen mit F. Nicolai und M. Mendelssohn herausgibt (1759), erklärt sich Lessing gegen die französische Klassik und für Shakespeare. Zusammen mit der »Hamburgischen Dramaturgie« sind sie die eigentliche theoretische Grundlegung des deutschen Dramas. Lessing sorgt für die Gründung des Deutschen Nationaltheaters in Hamburg. Es soll ein Theater für die ganze Nation und nicht nur für die Oberschicht und außerdem frei von hemmendem ausländischem Einfluss sein, und so die Probleme der Nation selbst thematisieren können. Wesentliche Forderungen an dieses Theater bleiben aber unerfüllt. Die Gründung dieses bürgerlichen Theaters ist nämlich nicht von der Bürgerschaft, sondern von Privatleuten ausgegangen, was zwei Jahre später zum Scheitern aus finanziellen Gründen führt.

Lessings wohl bekanntestes Drama »Nathan der Weise« (1779) schreibt der wichtigste Vertreter der deutschen Aufklärung nur zwei Jahre vor seinem Tod.

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