Gottfried Wilhem Leibniz

Abbildung der Persönlichkeit © Quelle: Wikipedia

Geboren am 09.06.1646 in Leipzig

Gestorben am 03.11.1716 in Hannover

Schon im Kindesalter beschäftigen den Professorensohn Logik, Philosophie und Theologie. Er studiert Philosophie und Rechtswissenschaft in Leipzig und Jena, promoviert und tritt als 20-Jähriger in den Dienst des Kurfürsten von Mainz. Dieser schickt ihn 1672 als Diplomat nach Paris. Leibniz nutzt die Chance und lernt alle führenden Gelehrten seiner Zeit kennen - auch Spinoza und Boyles. 1676 tritt er als Hofrat in Hannoversche Dienste, wo er die Geschichte des Welfenhauses schreiben soll. Mehrere Reisen führen ihn durch ganz Europa. Leibniz korrespondiert mit über tausend Adressaten aus 16 Ländern und unterhält Kontakte zu allen führenden Wissenschaftlern und Philosophen. 1673 wird er zum Mitglied der Royal Society in London ernannt, 1700 zum auswärtigen Mitglied der Pariser Akademie der Wissenschaften. Er setzt sich für die Gründung von Akademien in Berlin, Dresden, Wien und Petersburg ein und wird Präsident der neuen Berliner Societät der Wissenschaften. Leibniz entwickelt seine Monadenlehre, begründet die mathematische Logik und neben Newton die Differentialrechnung (1673/75). Auch die für die moderne Computertechnik wichtige Dyadik (Dualsystem mit den Ziffern 0 und 1) und der Funktionsbegriff gehen auf ihn zurück. Als Naturforscher gelingt ihm der Einsatz der Windkraft zur Grubenentwässerung. Mit seinem 1710 erschienenen Buch »Theodizee« bestimmt er die theologische Diskussion. Das letzte Universalgenie seiner Zeit lebt ohne Familie und Freundeskreis und stirbt vereinsamt in Hannover.

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