George Bähr

Geboren am 21.02.1666 in Fürstenwalde

Gestorben am 11.03.1738 in Dresden

Nach jahrelanger Wanderschaft als Zimmermann kommt Bähr 1693 nach Dresden und wird zwölf Jahre später zum Ratszimmermeister bestellt. Er errichtet 1705 bis 1708 die Kirche in Loschwitz, ab 1710 entsteht die Waisenhauskirche. Er bemüht sich um eine Form des Kichenbaus, die den Anforderungen des protestantischen Gottesdienstes gerecht werden soll. Seine frühen Kirchenbauten wie die Dreifaltigkeitskirche in Schmiedeberg (1713-16) und die Dorfkirche in Forchheim (1719-26) sind über dem Grundriss eines griechischen Kreuzes errichtet. 1722 wird er mit den Plänen für die Neuerrichtung der Frauenkirche beauftragt. Als erster seines Faches darf er ab 1730 den Titel eines Architekten tragen. Im zweiten Entwurf hat die Frauenkirche einen quadratischen Grundriss für die äußere Schale mit einem kreisförmigen Innenraum und daran angefügtem Altarraum. Als er 1738 an »Stickfluss und Verzehrung« stirbt, ist sein Lebenswerk, die Frauenkirche, deren steinerne Kuppel die Silhouette Dresdens bis 1945 prägt, noch nicht fertig. Von George Bähr ist keine bildliche Darstellung überliefert.

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