Georg Joachim Göschen

Quelle: Wikipedia

Geboren am 21.04.1752 in Bremen

Gestorben am 05.04.1828 in Grimma

Nach einer Buchhandelslehre in Bremen findet Göschen 1772 seine erste Anstellung in der Leipziger Buchhandlung Siegfried Leberecht Crusius, wo er 15 Jahre lang bleibt. 1785 gründet er in Leipzig die G.J. Göschensche Verlagsbuchhandlung (seit 1823 in Grimma). Göschen gehört zu den bedeutendsten Leipziger Verlegern und Druckern. Als Verleger von Goethe, Schiller, Klopstock und Wieland ist sein Name eng mit der deutschen Literatur der Spätaufklärung und der Klassik verbunden. Der Verlag wird 1838 von der F. G. Cottaschen Buchhandlung erworben, 1868 aber wieder selbstständig. 1919 geht er mit anderen Verlagen in der Firma de Gruyter, Berlin, auf.

1795 erwirbt Göschen einen Landsitz in Hohnstädt bei Grimma. Zu den prominenten Gästen gehört auch Friedrich Schiller, der zwar nur einen Tag im Göschenhaus zu Besuch war, doch diese Stunden als die glücklichsten seines Lebens bezeichnete. In Grimma errichtet Göschen 1797 eine der fortschrittlichsten Druckereien Deutschlands seiner Zeit.

Zu seinen Freunden und Geschäftspartnern zählen neben Schiller unter anderem F. G. Klopstock, Chr. M. Wieland, Gottfried und Theodor Körner und J. G. Seume. Göschen gibt in der »Sammlung Göschen« (1889 ff.) allgemeinverständliche Darstellungen aus allen Wissensgebieten heraus. Von großer Bedeutung ist auch sein Beitrag zur Buchkunst in Deutschland. So misst er neben einer sorgfältigen Lektorierung (Seume wirkte mehrere Jahre als Lektor und Korrektor bei Göschen) auch der Typographie, der Illustration, dem Druckpapier und der gesamten Buchgestaltung besonderen Wert bei. Durch die technische Perfektion und die künstlerische Gestaltung seiner Drucke verdankt ihm Deutschland den Anschluss an Entwicklungen in Frankreich und Italien.

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