Fritz Baedeker

Geboren am 03.12.1844 in Koblenz

Gestorben am 09.04.1925 in Leipzig

Als Beaedeker am 1. März 1869 die Nachfolge seines Vaters Karl antritt, ist »der Baedeker« bereits das Synonym für Reisehandbücher schlechthin. Der Erfolg der roten Bücher gründet sich auf die systematische Gliederung des Inhalts in drei Teile (»allgemeine Übersicht«, detaillierte Beschreibung aller »Merkwürdigkeiten« und »praktische Hinweise«), hohe Aktualität und Genauigkeit, gute Stadtpläne und leichte Handhabung. Fritz verlegt 1872 den Firmensitz von der rheinischen Provinzstadt Koblenz in die Verlagsmetropole Leipzig und kreiert den typischen, sachlich-knappen »Baedeker-Stil«: Stichwortartige Sätze, Abkürzungen, wo immer möglich, besondere Hinweise in Klammern. Anders als sein Vater schreibt er nicht selbst, sondern zieht sich auf seine verlegerischen Aufgaben zurück und verpflichtet namhafte Wissenschaftler und Kunsthistoriker als Autoren. Er weitet das Verlagsprogramm um exotische Ziele aus und drängt mit englischen und französischen Übersetzungen erfolgreich auf den internationalen Markt. Es entstehen die berühmten Standardwerke wie »Palästina und Syrien« (1875), »Ägypten« (1877), »Nordamerika« (1893) und »Indien« (1914), die heute zu den bibliophilen Kostbarkeiten zählen.

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