Ernst Bloch

Abbildung der Persönlichkeit © Ernst-Bloch-Zentrum Ludwigshafen

Geboren am 08.05.1885 in Ludwigshafen

Gestorben am 04.08.1977 in Tübingen

Nach dem Studium der Philosophie, Physik und Germanistik arbeitet Bloch als Privatgelehrter in Berlin, Heidelberg, Bern und München. Aus Protest gegen den deutschen Eroberungskrieg emigriert er 1917 in die Schweiz, kehrt 1919 wieder zurück und ist in den 20er Jahren hauptsächlich freier Publizist, zumeist in Berlin wohnend. Seinem Freundeskreis gehören Th. W. Adorno, Bert Brecht, Siegfried Kracauer und Walter Benjamin an. 1933 emigriert er nach Zürich, wo zwei Jahre später seine antifaschistische Kampfschrift »Erbschaft dieser Zeit« erscheint. Über Wien (1934), Paris (1935) und Prag (1936 bis 1938) flüchtet er in die USA, wo er bis 1948 bleibt. 1949 erhält er eine Professur in Leipzig und wird Mitherausgeber der »Deutschen Zeitschrift für Philosophie«. Er erhält den Nationalpreis der DDR und ist Mitglied der Akademie der Wissenschaften. Sein dreibändiges Hauptwerk »Das Prinzip Hoffnung«, das zu einem philosophischen Klassiker avanciert, entsteht. Seit 1957 zwangsemeritiert, siedelt er 1961 nach dem Mauerbau in die BRD über und wird Professor in Tübingen. Sein undogmatischer Marxismus wird von der Studentenbewegung aufgegriffen. Zehn Jahre vor seinem Tod erhält er den Friedenspreis des deutschen Buchhandels. Bloch ist einer der bedeutendsten und populärsten deutschen Philosophen.

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