Daniel Gottlieb Moritz Schreber

Abbildung der Persönlichkeit © Quelle: Wikipedia

Geboren am 14.10.1808 in Leipzig

Gestorben am 09.11.1861 in Leipzig

Der Arzt und Pädagoge gilt als Begründer der Kleingartenbewegung und ist Namensgeber für die sogenannten »Schrebergärten«. Er leitet ab 1844 als Nachfolger von Carl Gustav Carus die orthopädische Heilanstalt Leipzig. Der Anblick schmalbrüstiger, unterernährter Arbeiterkinder einerseits und der steifen und puppenhaften Bürgerkinder andererseits mag den Arzt zu seinen Schriften und zu seinem Engagement für Spielplätze sowie Nutz- und Erholungskleingärten angeregt haben. Er setzt auf Luft und Wasser, und auf einfache, natürliche Bewegungsformen. Körper und Geist sollten sich in »Selbsttätigkeit« harmonisch entwickeln. Er strebt eine Reform der körperlichen Erziehung und eine Einführung der Jugendgymnastik an. Seine »Ärztliche Zimmergymnastik« (1855) erlebt 30 Auflagen. 1864 - drei Jahre nach seinem Tod - gründen 253 Männer und Frauen aus dem Bürgertum den »Schreberverein«, der eine Spielwiese für Arbeiterkinder einrichtet. In seiner Satzung macht es sich der Verein zur Auflage, »neben der Behandlung erzieherischer und schulischer Fragen für die Jugend große, freie Spielplätze zu schaffen und auf ihnen gemeinsame, planmäßige und überwachte Spiele einzurichten und zu unterhalten«. Die Idee ist erfolgreich: 1870 gibt es in der Anlage bereits 100 Gärten und zwei Brunnen. Die historische Kleingartenanlage »Dr. Schreber« in Leipzig steht heute unter Denkmalschutz.

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