Clara Zetkin

Abbildung der Persönlichkeit © Quelle: Wikipedia

Geboren am 04.07.1857 in Wiederau bei Rochlitz

Gestorben am 20.06.1933 in Archangelskoje bei Moskau

Die Tochter eines Dorfschullehrers zieht 1872 mit ihrer Familie nach Leipzig, wo sie studiert und 1878 der SPD beitritt. Sie arbeitet als Erzieherin und baut die sozialistische Frauenbewegung auf. 1882 folgt sie dem russischen Sozialisten Ossip Zetkin, ihrem späteren Mann, ins schweizerische und französische Exil. Zurückgekehrt, leitet sie von 1892 bis 1917 die sozialistische Frauenzeitschrift »Die Gleichheit« - ihr Lebenswerk. Sie wird eine der kompromisslosesten Vorkämpferinnen und entschiedensten Agitatorinnen der Frauenbewegung im Kaiserreich. 1907 ist sie Sekretärin des Internationalen Frauenkomitees, und als die Führungsspitze der SPD den Ersten Weltkrieg befürwortet, stellt sie sich dagegen. 1915 organisiert Zetkin die Internationale Frauenkonferenz in Bern. Als sie 1917 der USPD beitritt, wird ihr die Redaktion der »Gleichheit« entzogen. 1919 beginnt sie mit dem Aufbau einer KPD-Frauenbewegung und gibt die Zeitschrift »Die Kommunistin« heraus. Als begeisterte Anhängerin der Oktoberrevolution verbringt sie viel Zeit in Moskau und ist mit Lenin und seiner Familie befreundet. 1921 wird sie auf der Zweiten Internationalen Frauenkonferenz (Moskau) zur Leiterin des Westeuropäischen Internationalen Frauensekretariats in Berlin bestimmt. In dieser Funktion publiziert sie (bis 1925) die »Kommunistische Fraueninternationale«. Von 1920 bis 1933 sitzt sie als Abgeordnete der KPD im Deutschen Reichstag. Am 30. August 1932 eröffnet sie als Alterspräsidentin den neu gewählten Reichstag und warnt in ihrer Eröffnungsrede vor der drohenden Gefahr des aufkommenden Nationalsozialismus in Deutschland.

zurück zum Seitenanfang