Carl Gustav Carus

Abbildung der Persönlichkeit © Quelle: Wikipedia

Geboren am 02.01.1789 in Leipzig

Gestorben am 27.07.1869 in Dresden

Der Thomas-Schüler Carus erwirbt sich mit 22 Jahren zwei Doktortitel an der Leipziger Universität und hält Vorlesungen über vergleichende Anatomie. 1814 wird er als Professor für Geburtshilfe und Leiter der Entbindungsklinik nach Dresden berufen, wo er ein Jahr später die Chirurgisch-Medizinische Akademie mitbegründet. Neben seiner wissenschaftlichen und ärztlichen Tätigkeit beschäftigt sich Carus von Jugend auf mit der Malerei. Mit Caspar David Friedrich und Johan Christian Dahl befreundet, schafft er ein landschaftliches Œuvre, das von der Romantik zu einem malerischen Realismus hinüberleitet. Als Mediziner veröffentlicht er grundlegende Erkenntnisse in Gynäkologie, Anatomie und Physiologie Sein 1820 erschienenes »Lehrbuch der Gynäkologie« gehört zu den wichtigsten Lehrbüchern seiner Zeit. Nach einer Schweiz- und Italienreise gründen er und Oken die »Gesellschaft deutscher Naturforscher und Ärzte«. Der Preisträger der Königlichen Akademie von Kopenhagen (1823) führt mit seiner Unterscheidung von »unbewußtem Leben« in der Natur und in der Seele den Begriff des »Unbewußten« in die Psychologie ein. Seine kunsttheoretischen Erkenntnisse und Überzeugungen legt er in »Neue Briefe über Landschaftsmalerei« (1819-1831) nieder. 1827 wird er Leibarzt König Antons. Carus gilt als eine der bedeutendsten Persönlichkeiten des sächsischen Geisteslebens im 19. Jahrhundert. Goethe, mit dem ihn enge geistige Beziehungen verbinden, schätzt Carus als universalen Denker und vielseitig schöpferischen Menschen.

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