August von Sachsen

Abbildung der Persönlichkeit © Wikipedia

Geboren am 05.06.1526 in Freiberg

Gestorben am 01.01.1586 in Dresden

Der Sohn Heinrichs des Frommen und Nachfolger seines älteren Bruders Moritz ist seit 1553 Kurfürst von Sachsen. Für die Kurfürstenwürde entschädigt er die Ernestiner mit Land und 100 000 Gulden. Unter Kurfürst August entwickelt sich Sachsen zum Musterland mit entsprechender Kulturblüte. 1560 gründet er die »Kunstkammer«. Dresden erhält nach niederländisch-italienischem Vorbild eine moderne Befestigungsanlage (Reste davon befinden sich heute in den Kasematten unter der Brühlschen Terrasse). Außerdem systematisiert August die Verwaltung. Neben der Berg-, Münz- und Kirchenordnung ist vor allem das Gesetzgebungswerk »Codex Augusteus« (1572) zu nennen. Noch wichtiger ist freilich seine Rolle auf dem Reichstag zu Augsburg, auf dem am 25. September 1555 der Augsburger Religionsfrieden geschlossen wird. August ist als der Führer der deutschen Protestanten zwar lutherisch gesinnt, aber theologisch nicht gebildet und steht deshalb unter dem Einfluss seiner Ratgeber. Als er erkennt, dass sie heimliche Calvinisten sind, lässt er sie 1574 einkerkern und verbannen und macht so dem »Kryptocalvinismus« in Kursachsen ein Ende. Er beruft 1576 Jakob Andreae zur Mitarbeit am Aufbau eines geeinigten Luthertums und sorgt für das Zustandekommen der »Formula Concordiae« von 1577, die den Calvinismus aufs Schärfste verurteilt. Am 25.6.1580 erscheint in Dresden das Konkordienbuch, die Sammlung der mit der Konkordienformel abgeschlossenen lutherischen Bekenntnisschriften.

Zitat August: »Man muss die Ämter mit Leuten und nicht die Leute mit Ämtern versehen.«

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