August Horch

Abbildung der Persönlichkeit © Deutsches Historisches Museum, Berlin

Geboren am 11.10.1868 in Winningen / Mosel

Gestorben am 03.02.1951 in Münchberg / Oberfranken

Der gelernte Schmied August Horch lässt sich nach Wanderjahren durch halb Europa in Mittweida zum Ingenieur für Maschinen- und Motorenbau ausbilden. 1899 gründet er seine eigene Automobilfabrik in Köln-Ehrenfeld, die A. Horch & Cie, und kann 1900 den ersten Motorwagen eigener Konstruktion vorstellen, der sich durch den von ihm entwickelten »stoßfreien Motor« auszeichnet. 1902 verlegt er den Betrieb nach Reichenbach/Sa. und zieht 1904 aufgrund einer erneuten Vergrößerung nach Zwickau um. Dort führt er den Betrieb als AG weiter. Er baut 1903 den ersten deutschen Vierzylinder- und 1907 den ersten Sechszylindermotor. Schon 1909 verlässt er wegen Unstimmigkeiten das Unternehmen wieder und gründet nach einem verlorenen Prozess um die Namensrechte die Audi-Werke (lat. für horch!). Beim Bau seines erstens Wagens übernimmt er den Kardanantrieb sowie die Reibungskupplung. 1923 führt er die Linkssteuerung ein, die später fast weltweit übernommen wird. Bereits 1927 kommt der erste Achtzylindermotor aus Zwickau. Ferdinand Porsche konstruiert in Zwickau die berühmten Audi-Rennwagen, die sich mit Daimler-Benz legendäre Rennen liefern. Unzählige Grand-Prix-Siege und Rekordfahrten von Hans Stuck und Bernd Rosemeyer krönen den Erfolg der Audi-Werke. Wegen der Weltwirtschaftskrise fusionieren 1932 die Audi-Werke AG, die Horch-Werke AG, die Zschopauer Motorenwerke und die Wanderer-Werke zur »Auto-Union Sächsischer Motorfahrzeugfabriken«.

Horch beteiligt sich auch an Wettfahrten. 1906 gewinnt er die »Herkomer-Fahrt«, eine damals berühmte »Autozuverlässigkeitsfahrt« für normale Tourenwagen. 1911 siegt er im Gesamtklassement der Alpenfahrt. Auch in den Folgejahren kann er mehrmals dieses schwierigste Rennen seiner Zeit gewinnen.

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