Alois Andritzki

Abbildung der Persönlichkeit © www.heiligenlexikon.de

Geboren am 01.07.1914 in Radibor

Gestorben am 03.02.1943 in KZ Dachau

Schon als Gymnasiast wird Andritzki Redakteur der sorbischen Studentenschrift »Serbski student«. Nach einem Theologiestudium in Paderborn wird er am 30. Juli 1939 in Bautzen zum Priester geweiht und als Kaplan an die Katholische Hofkirche in Dresden berufen. Zudem ist er Präfekt der Dresdner Kapellknaben und Präses der Dresdner Kolpingfamilie. In dieser Funktion führt er an den Kolpingabenden mit Jugendlichen immer wieder kritische Diskussionen über das NS-Regime und dessen Rassenwahn. Am 21. Januar 1941 wird er verhaftet. Ein Sondergericht verfasst am 23. Mai 1941 die Anklageschrift wegen »heimtückischer Angriffe auf Staat und Partei«. Entlassen aus der Untersuchungshaft, wird er sofort wieder verhaftet und im Oktober 1941 in das Konzentrationslager Dachau abtransportiert. Dort grassieren Hunger und Typhus. Er stirbt am 3. Februar 1943 vermutlich an einer Giftspritze. Seines Todestages gedenken die Sorben jedes Jahr feierlich.

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