Abraham Gottlob Werner

Abbildung der Persönlichkeit © Quelle: Wikipedia

Geboren am 23.09.1749 in Wehrau bei Görlitz

Gestorben am 29.06.1817 in Dresden

Der »Vater der wissenschaftlichen Mineralogie« und Begründer der Geologie vertritt die neptunistische Theorie, wonach alle Gesteine aus dem Wasser eines Urozeans kommen - ein berühmt gewordener Irrtum, der die Verdienste des Wissenschaftlers jedoch keineswegs schmälert. Nach einem Studium an der Bergakademie Freiberg wechselt er an die Universität Leipzig, wo er zunächst »Rechts-Gelehrsamkeit« studiert, später vor allem Philosophie und neuere Sprachen, daneben aber auch Mineralogie, seine »Lieblings-Wissenschaft«. Bereits während des Studiums beginnt er eine detaillierte Beschreibung und Klassifikation der äußeren, sinnlich wahrnehmbaren Kennzeichen der Mineralien auszuarbeiten. Ein Jahr später beendet er sein Studium und publiziert sein Buch »Von den äußerlichen Kennzeichen der Foßilien«. Dieses System, Minerale nach ihren äußeren Kennzeichen zu charakterisieren und zu bestimmen, hat bis heute Bestand. 1775 wird er zum Inspektor und Lehrer für Bergbaukunst und Mineralogie an die Bergakademie Freiberg berufen. Er ist ein großer Pädagoge. Die herausragendsten Köpfe seiner Zeit zählen zu seinen Schülern, darunter Novalis und Alexander von Humboldt. 1791 erscheint sein Buch »Neue Theorie von der Entstehung der Gänge mit Anwendung auf den Bergbau besonders den freybergischen«. Im selben Jahr wird ihm die Gesamtleitung der geognostischen Landesuntersuchung Sachsens mit dem Ziel anvertraut, vor allem nutzbare Bodenschätze (insbesondere Steinkohle) zu finden. Ein Jahr später wird er Mitglied des Oberbergamtes Freiberg und mit der Aufsicht über die Bergakademie betraut. 1811 erscheint in Leipzig Werners »Kleine Sammlung Berg- und Hüttenmännischer Schriften«.

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